27.03.2026
Die Sicherung von internen Fachkräften gehört zu den zentralen Herausforderungen der Personaldienstleistungsbranche. Im Austausch mit Berufsschullehrern des Ausbildungsberufs Personaldienstleistungskaufmann/-frau stellte der GVP fest, dass frühzeitige Planung und enge Abstimmung mit den Schulen wesentliche Erfolgsfaktoren sind. In diesem Zusammenhang stellt der Verband auf seiner Homepage vier konkrete Maßnahmen vor, mit denen Unternehmen der Personaldienstleistung aktiv zur Nachwuchssicherung beitragen können.
1. Ausbildungsbedarf frühzeitig bei der Berufsschule melden
Je früher Berufsschulen über geplante Ausbildungsverhältnisse informiert werden, desto verlässlicher können sie das kommende Schuljahr planen – insbesondere beim Ausbildungsberuf Personaldienstleistungskaufmann/-frau mit seinen kleinen Jahrgängen. Auch wenn noch keine Auszubildender gefunden wurde, ist eine frühzeitige Mitteilung hilfreich: Sie unterstützt die Klassen- und Ressourcenplanung und trägt zur Stabilität des Ausbildungsangebots bei.
2. Schulpraktika nutzen, um den Ausbildungsberuf bekannter zu machen
Schülerpraktika und Praktika zur Berufsorientierung bieten Jugendlichen einen realistischen Einblick in die Personaldienstleistung und helfen, Berührungsängste abzubauen.
Unternehmen können so frühzeitig erkennen, ob eine spätere Ausbildung sinnvoll ist. Hinweis: Schülerinnen und Schüler mit Fachhochschulreife absolvieren in der Regel ein einjähriges Praktikum. Für Unternehmen der Personaldienstleistung bietet dies eine gute Möglichkeit, frühzeitig Nachwuchskräfte kennenzulernen. Insbesondere Fachabiturientinnen und Fachabiturienten mit wirtschaftlichem Schwerpunkt bringen eine gute Grundlage für den Ausbildungsberuf mit.
3. Praktikumsplätze für branchenfremde Auszubildende anbieten
Im Rahmen der Ausbildung zum/zur Personaldienstleistungskaufmann/-frau ist bei branchenfremden Auszubildenden ein dreimonatiges Praktikum in der Personaldienstleistung vorgesehen. Unternehmen – auch solche, die derzeit nicht selbst ausbilden – können hier aktiv zur Nachwuchssicherung beitragen und gleichzeitig frühzeitig Kontakt zu potenziellen Fachkräften und zu möglichen Kundenunternehmen aufbauen.
4. Fördermöglichkeiten für Auszubildende einplanen
Für Auszubildende stehen verschiedene Unterstützungsleistungen zur Verfügung.
Quelle: GVP / Bild: depositphotos.com ID: 41329029
