04.03.2026
Erwerbstätigenbefragungen des Bundesinstitus für Berufsbildung und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin aus den Jahren 2012, 2018 und 2024 positive Entwicklungen in der Zeitarbeitsbranche. Monotonie, z. B. durch sich ständig wiederholende Arbeitsvorgänge, und das häufig sehr schnelle Arbeiten wird von Zeitarbeitenden seltener angegeben. Zudem berichten sie häufiger von größeren Handlungsspielräumen und mehr sozialer Unterstützung durch Vorgesetzte und Kolleginnen und Kollegen. Auch die Arbeitszufriedenheit ist im Vergleich zu früheren Befragungen in 2024 deutlich gestiegen. Besonders stark nahm, neben der Zufriedenheit mit Art und Inhalt der Tätigkeit, die Zufriedenheit mit dem Einkommen zu. Diese stieg von 41 Prozent im Jahr 2012 auf 74 Prozent im Jahr 2024, was auf gute tarifliche Anpassungen und kontinuierlich steigende Mindestlöhne hindeutet. Über die Jahre lässt sich also eine positive Veränderung bestimmter Arbeitsbedingungen und der Arbeitszufriedenheit erkennen.
Grundsätzlich zeigt sich zudem, dass Beschäftigte in der Zeitarbeit weiterhin überwiegend in der Industrie tätig sind (40 Prozent). Dort sind körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten und belastende Umgebungsfaktoren verbreitet. Neben körperlichen Anforderungen gewinnen psychosoziale Belastungen mehr an Bedeutung. Hierzu zählt etwa das gleichzeitige Betreuen mehrerer Aufgaben (36 Prozent in 2012; 51 Prozent in 2024).
Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin / Bild: depositphotos.com ID: 548560048
