21.08.2024
Das Handelsblatt befasst sich in einem umfänglichen Artikel mit dem Rückgang der Zeitarbeit in der Pflege. Wie berichtet, sank die Zahl der eingesetzten Leiharbeitnehmer binnen Jahresfrist um 4% auf einen Gesamtanteil von nunmehr noch 1,8% (32.400 Personen).
Auch die Rechtsdepesche thematisiert den Rückgang und zitiert aus einer Studie des IAB, nach der Leiharbeitskräfte in der Pflege 3,7% und in der Altenpflege 3,5% mehr als die Stammbelegschaften verdienen. Jedoch können die Kassen die Kosten der Zeitarbeitskräfte nur noch bis zur Höhe des Tariflohns des Stammpersonals refinanzieren - damit ist der Einsatz meist ein Zuschussgeschäft und Betriebe mit Personalengpässen weichen verstärkt auf interne Lösungen aus, indem sie beispielsweise über Springer- und Poollösungen ihre Mitarbeiter flexibel in mehreren ihrer Einrichtungen einsetzen.
Andererseits, und darauf verweist GVP-Präsident Baumann, kann der Einsatz von Zeitarbeit den Betrieben helfen, wichtige Einnahmen zu sichern, indem Bettenabbau und Stationsschließungen vermieden werden können, nämlich wenn bspw.der gesetzlich vorgegebene Personalschlüssel nicht erreicht werden kann.
Dagegen stellt sich jedoch wiederum der Arbeitgeberverband Pflege: "Die Leiharbeitsunternehmen profitieren von den starren Personalvorgaben für die Altenpflege und nutzen die Gunst der Stunde, indem sie die Preise für das knappe Gut der Pflegefachkräfte nach oben treiben [...] Die Politik ist gefragt, die starren Personalvorgaben und Quoten endlich abzuschaffen"
Quelle: Handelsblatt / Rechtsdepesche / Bild: depositphotos.com ID: 95338648

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