Metall-Arbeitgeber wehren sich gegen IG Metall Vorstöße zu Werkverträgen
Bei der Mitgliederversammlung der Bezirksgruppe des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall hat der Verbandsvorsitzende Dr. Dulger Kritik an der IG Metall geübt, die trotz der abgeschlossenen Tarifvereinbarungen das Thema Zeitarbeit und Werkverträge nicht ruhen lasse. Kaum habe die Gewerkschaft mit den Zeitarbeitgebern üppige Branchenzuschläge ausgehandelt, beschimpften wenige Tage später Gewerkschaftsfunktionäre Zeitarbeit als „Schmutzkonkurrenz zur regulären Beschäftigung“. Dulger stellte fest: „Sinnvolle Tarifpolitik für die Fläche bedingt, dass die in harten Verhandlungen erzielten Ergebnisse von beiden Seiten akzeptiert werden.“ Die IG Metall wolle das Thema Werkverträge auf die tarifpolitische Agenda setzen. Werkverträge seien aber ein Grundelement der arbeitsteiligen Wirtschaft, machte Dulger deutlich: „Es muss die alleinige unternehmerische Entscheidung bleiben, was ein Unternehmen selbst macht.“