Die Denkfabrik der BA, das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), schätzt, dass 2011 mehr als 600.000 Menschen als freie Mitarbeiter über Werk- und Dienstverträge beschäftigt waren. Ihre Anzahl habe sich damit seit 2002 "nahezu verdoppelt". Der Anteil der Betriebe, die freie Mitarbeiter einsetzen, ist demnach in diesem Zeitraum von 4% auf mehr als 7% oder 150.000 gestiegen. Die Arbeitsmarktforscher halten diese Zahlen aber nicht für vollständig, da die befragten Betriebe nicht wissen könnten, wie viele Beschäftigte ein beauftragtes Werkunternehmen einsetzt. Andere Umfragen deuten ebenfalls darauf hin, dass Werkverträge zunehmen. Der DGB forderte bereits mehrfach ein Eingreifen der Politik (wir berichteten). Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) lässt deshalb die Situation analysieren. Aktuell erkundigt sich die Fraktion "Die Linke" im Bundestag über das Thema im Rahmen einer Kleinen Anfrage.