Überraschendes BZA-Verhandlungsergebnis: 2,5% mehr ab Mai - §8.6 läuft aus
Nachdem ursprünglich die nächste Verhandlungsrunde für den 17.2. avisiert war, kam es gestern überraschend zu einer Einigung zwischen dem Bundesverband Zeitarbeit (BZA) und der Tarifgemeinschaft Zeitarbeit des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Der Abschluss sieht eine schrittweise Erhöhung der Entgelte aller Entgeltgruppen um zweimal 2,5% vor. Der Lohn für ungelernte Helfer (Entgeltgruppe 1) im Bereich des BZA steigt zum 1. Mai erstmalig um 2,5% auf 7,56 (West) bzw. 6,62(Ost). Eine weitere Erhöhung um 2,5% ist für den 1.5.2011 vereinbart. Zudem wird es eine Einmalzahlung von 80,00 Euro für Mitarbeiter geben, die ungekündigt mindestens 4 Monate ununterbrochen in einem Beschäftigungsverhältnis stehen. Wie die Unternehmensberatung Schröder erfuhr, wird die umstrittene Regelung des §8.6 Manteltarifvertrag (Anrechenbarkeit von Reisekostenzahlungen auf das Tarifentgelt) von aktuell 25 auf 12,5% reduziert. Zum 30.04.2011 wird diese Tarifnorm auslaufen und dann nicht mehr anwendbar sein. Die Entgeltdifferenzierung zwischen alte und neue Bundesländer wird von 13% auf 12,5% sinken. Der Abschluss betrifft etwa 150.000 Arbeitnehmer und damit ungefähr ein Drittel aller Branchenbeschäftigten.