Studie: Jeder 5. Deutsche arbeitet für Niedriglohn - Zeitarbeiter besonders betroffen
Jeder fünfte Deutsche arbeitet für einen Niedriglohn. Insgesamt 6,55 Mio. Arbeitnehmer arbeiteten 2008 im Niedriglohnsektor - so viele wie nie zuvor. Das entspricht rund 20,7% der Beschäftigten hierzulande. Das sind Ergebnisse einer Studie des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ). Als Niedriglohn gilt in der Studie laut OECD-Definition jeder Lohn, der geringer ist als zwei Drittel des mittleren Stundenlohns. Demnach beginnen Niedriglöhne in Westdeutschland bei 9,50 Euro und in Ostdeutschland bei 6,87 Euro. Besonders häufig bekommen Mini-Jobber und Leiharbeiter niedrige Stundenlöhne. "Beide Job-Formen sind in hohem Maße von Niedriglöhnen geprägt", sagt Studienleiterin Claudia Weinkopf. Im europäischen Vergleich sei der deutsche Niedriglohnsektor sehr groß.