IW-Studie: kein Verlust von Vollzeitstellen - Widerspruch von Linken und DGB
Trotz Hartz-Reformen und Wirtschaftskrise haben die Arbeitgeber in den letzten Jahren unbefristete Vollzeitstellen nicht massenhaft in Billigjobs umgewandelt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), die am Montag in Berlin veröffentlicht wurde. Laut IW-Studie haben aktuell vier von zehn deutschen Erwerbstätigen eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitstelle. Dies entspricht dem gleichen Verhältnis wie vor zehn Jahren. Die ebenfalls steigende Zahl an Teilzeit- und Minijobs hat demnach keinen Abbau unbefristeter Vollzeitstellen zur Folge. Kritik kam von den Linken und vom DGB, die Zahlentrickserei und Schönfärberei erkennen. Im Gegensatz zur Linken bewertet das arbeitgebernahe IW unter anderem die Zeitarbeit als überwiegend unbefristete Vollzeitbeschäftigung.